Feßmann und das Corona-Chaos

Hätten Autor Maik Gerecke und das Verlagsteam im Vorfeld geahnt, welche Hürden der ersten Verlagsnovelle vor den Bug geschleudert werden würden – wir hätten trotzdem alles genauso gemacht. Während der Pandemie ein Buch zu publizieren, das ist natürlich gewagt und eigentlich dem sang- und klanglosen Untergang geweiht wie so vieles momentan im nicht mehr vorhandenen kulturellen Bereich. Aber die schmale Novelle über die Leiden und Taten des fetten Fabian Feßmanns hielt und hält tapfer Kurs.

Ein Lektorat auf Distanz ist ja eine relativ natürliche Angelegenheit. Dateien werden hin und her geschickt, easy ohne Öffis. Wobei für Feßmann rückblickend die persönlichen Treffen und das Gespräch viel wesentlicher waren. Der unmittelbare Austausch ist einfach unersetzlich. Ideen entstehen am besten im direkten Dialog, situativ im Café, wenn das Gegenüber nicht bloß auf dem Bildschirm wimmert, sondern ganz und gar präsent ist. So stellte es denn einen Glücksfall dar, dass die Produktion der Leseprobenvideos im Frühjahr immerhin möglich war, da die Kontaktbeschränkungen in Berlin moderat. Ein harter Lockdown hätte das Projekt gekippt. Bei den Aufnahme der Leseprobe entstand so auch spontan ein Clip für das notwendige Verschieben der Buchpremiere in der Lettrétage. Hätten wir nicht unmittelbar gefilmt, wäre dieses hübsche Bonbon sicher nicht aus dem Zylinder gezaubert worden.

Die Buchpremiere. Bzw. die nicht mögliche Buchpremiere im Mai. Das war dann schon ein herber Tritt. Der Enthusiasmus kurz kurzatmig. Aber es hagelte so unförmlich Buchbestellungen, dass. Tja, weil Maik Gerecke schon jetzt ein gern gelesener Autor ist. Was alle Beteiligten selbstverständlich entzückte. (Vielen Dank an dieser Stelle allen Leser*innen! Und: Ja, wir haben noch Bücher im Verlagsshop. Und: Ja, gerne, just order.) Zur Verbreitung der Lektüre kam der nicht unwesentliche Fakt hinzu, dass Maik als Mitstreiter im Team Pudel des Konzept*Feuerpudel und Podcaster @transphilosophisch in der freien Literaturszene Berlin bekannt, zu einer Reihe analoger und online stattfindender Leseformate eingeladen wurde und Feßmann hernach trotz verschobener Buchpremiere über den Sommer seine Pheromone versprühen konnte. Hier z.B. Feßmann bei der Pudel Breakout Session.

Im September luden Maik und Rick im Rahmen ihres open Podcasts in der Brotfabrik dann einfach Fabian Feßmann höchstpersönlich als special Guest in die Talkrunde ein. Was den Protagonisten der Novelle weiter auf seiner Welle surfen ließ. Fett schwimmt einfach oben. Als es dann im Oktober endlich so weit war und das Freudenzimmer (als Ersatzleseort für die umgezogene Lettrétage) seine Pforten öffnete, war das Interesse an der Novelle immer noch nicht abgeflaut, wie man es häufig bei Publikationen erlebt. Kurzer Hype, Dunkelheit – i wo. Fabian Feßmann ist einfach so fett… Fett im Sinne von MEGA natürlich.

Und so kommt es, dass Maik und seine Novelle sich auch während des zweiten Teil-Lockdowns nicht unterkriegen lassen. Sich stattdessen im stillen Kämmerlein die Hände reiben – 2021 wartet. Und 2022. Und 2023. Und so weiter. Wir vom Team VHV sehen da jedenfalls kein Ende, sondern jede Menge Feßmann im wilden Amoklauf, selbstverständlich an den Fäden erfinderischer Buchmacher*innen und eines aufstrebenden Autors.

Ja, kein Problem. Ihr könnt das Buch auch sofort bestellen. Niemand muss warten. Hier geht`s zum Verlagsshop. Ja, ihr dürft es euch auch selbst zu Weihnachten schenken. Ja, das ist sogar eine blendende Idee. Klar, dürft ihr auch zwei Exemplare kaufen. Ja, auch drei und sieben, ja, es weihnachtet schließlich sehr. Und viel zu viele Menschen werden sich ohne eure Initiative ohne gute Literatur verzweifelt unter den Christbaum saufen. Das darf nicht sein. Das Jahr war hart genug.

Euch einen schönen Advent und schon mal frohe Festtage! Und: Danke im Voraus für euren Support!

Ja, ihr dürft auch alle unsere Titel kaufen. Genau, der Versand ist gratis.