Neue Bücher:

„Feßmann“, Novelle,

Maik Gerecke

Sommer 1998. Der 17-jährige Ich-Erzähler zieht mit seinen Eltern in eine verschlafene Gemeinde irgendwo in Deutschland. Als Ingenieur hält sein Vater die Familie mit Ortswechseln auf Trab. „Der Neue“ zu sein, ist ihm daher nur zu vertraut. Im Handumdrehen findet er Freunde, verbringt Nachmittage am Badesee und dann verliebt sich auch noch Debbie in ihn, das begehrteste Mädchen der Schule. Besser könnte es nicht laufen, wäre da nicht: Fabian Feßmann, Fettmann, die Zielscheibe der gesamten Schule. Der Neue hat Mitleid und beschließt, Feßmann in die idyllische Gemeinschaft zu integrieren. Ein Versuch, der nach allen Regeln der Kunst scheitert und in einem Amoklauf gipfelt.

Maik Gereckes in Rückblenden erzählte Novelle ist das Gegenteil einer „Highschool-Komödie“ – die nicht nur die Gesellschaftsstrukturen der 90er-Jahre seziert, sondern jegliches ewig Gestrige mit dem Heute konfrontiert.

Taschenbuch mit Klappenbroschur, 15 Euro, ISBN: 978-3-948574-02-4

 

„*innen Frauengeschichten“, Anthologie

Eine Studentin vor der Frage nach Abtreibung, eine geschiedene Mutter und das Ringen um die Liebe des Kindes, ein Paar in einer Vagina bei einer Niki de Saint Phalle Ausstellung. Junge Frauen konfrontiert mit stereotypbedingten Ängsten und junge Frauen konfrontiert mit einem alten Herrn und seinem ritualisierten Sexismus. Frauen in der Sauna, in Männerberufen, mit männlicher Geschlechtsidentität. Frauen in lustvollen Beziehungen, in komplizierten, in sich anbahnenden. Die Sehnsucht nach einem Ort fern von Etiketten – gleichzeitig auch das Klischee des mit Potenz prahlenden Mannes, der eigentlich überraschend andere Erfahrungen mit einer Frau macht. Allumfassend die Fragen danach, was Frau-Sein bedeutet oder bedeuten kann – letztlich auch nach der ungeschriebenen „Herstory“. Die Anthologie *innen – Frauengeschichten möchte einen Beitrag leisten, stereotype Rollenbilder und Vorurteile abzubauen und zu verwandeln.

Hier geht es zur extra Antho-Webseite mit Leseproben, Infos zu allen Texten und Autor*innen. 

Taschenbuch mit Klappenbroschur, 196 Seiten, 16 Texte von 16 Autor*innen, schwarze Trennseiten, Autor*innenbios im Anhang, 22 Euro. ISBN: 978-3-948574-00-0

„Vom Miteinander“, Erzählungen,

Victoria Hohmann

Ein Hasskommentare-Schreiber, der sich verliebt. Ein Patchworkfamilienversuch. Eine junge Frau, die sich aus dem Internet ausklinkt. Familieninterne Kriegstraumata. Suche nach Heimat. Total egale Gleichschaltungsfantasien. Die Bedrohung des Klimawandels, die ein Dorf in den Wahnsinn treibt. Dazu Paare, die nicht miteinander und nicht ohneeinander leben können, die sich finden, verlieren oder verlieren und finden. Victoria Hohmann spielt erneut mit Textaufbau, Stilmitteln, Erwartungen, mixt ihrer Prosa lyrische und dramatische Elemente bei, hier erzählender, da rhythmischer, dort ausdrücklich zum laut Lesen auffordernd. Wie in den Erzählbänden „Vom Dazwischen“ und „Von Verwandlungen“ versammelt die Autorin einen Strauß Geschichten, bunt und erfindungsreich, inszeniert aktuelle Problematiken unserer Zeit in vielen kleinen Szenen.

Taschenbuch, 294 Seiten, 13 Texte, 14 schwarze Trennseiten, 17 Euro. ISBN: 978-3-9818621-8-8

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