Die Buchvorstellung der Anthologie „Zerschlagen“ im ORi

Ende November war es so weit: Die erste Anthologie des Verlags wurde im ORi in Berlin-Neukölln vorgestellt. Jonas-Philipp Dallmann, Jan Fischer, Maik Gerecke und Ekaterina Vassilieva lasen ihre Texte vor vollem Haus. Außerdem stellte ich, da nicht alle Autor*innen anreisen konnten, den Text von Julia Hoch vor.

Die Veranstaltung empfand ich als sehr gemütlich. Da auch nach der Lesung, die sich über gute eineinhalb Stunden erstreckte, viele Gäste auf ein Gespräch und ein Gläschen Berauschendes blieben, ging es den meisten wohl ähnlich. Das ORi als Ort war, rückblickend, ideal für die Buchpremiere und das Herantasten an Verlagspräsentationen. Hervorzuheben ist das Engagement der ausnahmslos ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen der Einrichtung, die jährlich zahlreiche Literaturveranstaltungen ermöglichen (DANKESCHÖN). Die Atmosphäre der Räume in der (mittlerweile mega hippen) Friedelstraße bietet sich für „indie“ Lesungen einfach an – es war demnach hoffentlich nicht das letzte Event des Verlags dort.

Jan Fischer liest „Bluter“, Foto: VHV-Verlag.

Jonas-Philipp Dallman liest aus „Die Reise“, Foto: VHV-Verlag.

Buchvorstellung im ORi, 29.11.2018, Foto: VHV-Verlag.

Die Verlegerin freut sich immer noch über den gelungenen Abend, der sich so unbeschwert und abwechslungsreich gestaltete. Mehrfach wurde mir gesagt, dass die Lesungen keinerlei Längen aufwiesen (was nicht nur an der Kürze der Texte lag 😉 ) und die Zeit geradezu verflog. Für mich ein großartiges Feedback. Auf dass die kommenden Buchvorstellungen ebenso gut ankommen!

Verlegerin Victoria Hohmann-Vierheller erzählt eine Anekdote, Foto: VHV-Verlag.

Hier findest du alle Infos zum Buch.

Rückblick auf die BuchBerlin 2018

Jetzt ist es fast schon wieder drei Wochen her, seit der BuchBerlin. Die gestaltete sich in diesem Jahr völlig anders als im Vorjahr. Gut so! Das lag jedoch nicht an der neuen Location – 2017 fand die Buchmesse im Estrel in Neukölln statt, dieses Jahr im Mercure, Moabit – sondern an den Erfahrungen, um die das Verlagsteam bereits reicher war und dank des wachsenden Verlagsprogramms. (Schon drei Titel!) Es passiert und entwickelt sich doch viel innerhalb zwölf mickriger Monate.

2017 auf der BuchBerlin war der VHV-Verlag noch eine Selfpublisher-Unternehmung, das Probieren vielleicht dessen wichtigste Komponente. 2018 hat sich VHV nun zu einem „richtigen“ Verlag gemausert, mit spannenden Autor*innen im Programm. Eine ansehnliche Anzahl Lesungen wurden im Laufe des Jahres gemeistert. Die erste Anthologie ist mittels Crowdfunding-Kampagne erfolgreich realisiert. Vieles befindet sich im Umbruch, ist auf dem Weg.

Der Verlagsstand während des Aufbaus, BuchBerlin 2017, Foto: VHV-Verlag.

Die Wahrnehmung des Verlagsstands war demnach auch eine ganz andere als im Jahr zuvor. Das Gefühl als Klein(st)verlag unter den kleinen Unabhängigen angekommen zu sein, stellte sich ein. Und das ist hoffentlich erst der Anfang. Dazu gesellte sich die wundervolle Erfahrung, dass alle drei Verlagstitel bereits manchen Standbesucher*innen dank sozialer Netzwerke, Leserunden, Mundpropaganda, Crowdfunding etc. bekannt waren, teils sogar bereits gelesen wurden. Es gibt also ein Publikum, eine Öffentlichkeit, die langsam, aber stetig erreicht/geschaffen wird.

Impressionen des Verlagsstands 2018, Foto: VHV-Verlag.

Das Verlagsteam kam so in den Genuss intensiver Gespräche mit Literaturbegeisterten unterschiedlichsten Hintergrunds. (Leser*innen, Blogger*innen, Autor*innen, andere Verleger*innen, Lektor*innen, Supporter*innen der Crowdfunding-Kampagne). Viele davon steuerten gezielt auf uns zu. Letztes Jahr war das noch unvorstellbar.

Impression des Verlagsstands 2018, Foto: VHV-Verlag.

Fazit: Die diesjährige Berliner Buchmesse hat gezeigt, dass wir in der Verlagswelt angekommen sind. Ideen für die Gestaltung des zukünftigen Verlagsprogramms strömen ohne Unterlass herein. Als Verlegerin hoffe ich sehr, wenigstens ein Teil davon in naher Zukunft umsetzen zu können. Drückt die Daumen! Und spread the word!